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Berufsbildungsbereich der Weckelweiler Gemeinschaften auf dem Jakobsweg unterwegs

Fünf Tage, 85 Kilometer und viele besondere Momente: Der Berufsbildungsbereich (BBB) der Weckelweiler Gemeinschaften unternahm Anfang Juni seine traditionelle Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg. Die Route führte die Gruppe von Möckmühl bis nach Weckelweiler. Dabei standen Gemeinschaft, Bewegung und persönliche Erfahrungen im Mittelpunkt.

Vom 1. bis 5. Juni waren die Teilnehmenden des Berufsbildungsbereichs auf dem Jakobsweg unterwegs. Von Möckmühl über Jagsthausen, Gommersdorf, Ailringen und Billingsbach bis nach Weckelweiler legte die Gruppe rund 85 Kilometer zurück.

Ganz im Sinne des Pilgerns begann jeder Tag mit einer Andacht in einer Kirche oder Kapelle entlang des Weges. Übernachtet wurde in Gemeinde- und Vereinsheimen. Die Teilnehmenden schliefen in ihren Schlafsäcken auf Matten am Boden. Gekocht und gegrillt wurde unter freiem Himmel über glühender Kohle.

In diesem Jahr erhielt der BBB weniger Unterstützung durch die HAKRO GmbH als in den Vorjahren und die Organisation und Durchführung der Wanderung lag beim BBB selbst. HAKRO war jedoch unter anderem durch Alexander Mertjan vertreten, der die Gruppe über die ganze Woche begleitete und unterstützte. Den Erfolg der Tour verdankt die Gruppe aber vor allem der ehrenamtlichen Unterstützung durch Helmut Jahn und Anita Jäger, die die Organisation der Wanderung in großen Teilen und mit viel Herzblut übernahmen. Auch Eltern halfen tatkräftig mit.

Immer wieder wurde die Pilgergruppe durch Tagesgäste ergänzt. Besonders an Fronleichnam schlossen sich zahlreiche Eltern sowie Mitarbeiter:innen von HAKRO der Wanderung an und sorgten unterwegs für zusätzliche Motivation und gute Stimmung. Viele der HAKRO-Mitarbeiter:innen arbeiten mit den Teilnehmenden der Außenarbeitsplatz-Gruppe des BBB zusammen und sind damit fast als Kolleg:innen zu bezeichnen.

Zu den besonderen Erlebnissen der Woche gehörte auch der 20. Geburtstag von Janis, der gemeinsam gefeiert wurde, und die Begleitung durch eine Kräuterexpertin. Die Nähe zur Jagst nutzten einige Wandernde immer wieder für eine erfrischende Abkühlung am Abend.

Das Wetter spielte ebenfalls mit. Die Tage waren meist bewölkt und damit ideal zum Wandern. Regen setzte erst am Abend ein, wenn die Gruppe ihr Tagesziel bereits erreicht hatte. Trotzdem war die Tour für alle eine große Herausforderung, die Länge der Etappen kein Pappenstiel.

„Nach dem Pilgern verändert sich die Stimmung im BBB immer merklich. Wir wachsen auf der Tour aneinander und wir wachsen zusammen“, so Sabine Mögel, Leiterin des Berufsbildungsbereichs. „Alle haben durchgehalten, sich gegenseitig unterstützt und sind gesund, stolz und zufrieden in Weckelweiler angekommen.“

Auch Prof. Dr. Steffen Koolmann, Vorstand der Weckelweiler Gemeinschaften, begleitete gemeinsam mit Werkstattleiterin Louisa Alius eine Etappe von rund 18 Kilometern Länge.

„Es ist unglaublich schön zu beobachten, wie die Gruppe agiert und mit wie viel Engagement diese Unternehmung getragen wird. Ich kann mich beim gesamten Team nur herzlich bedanken“, betont Steffen Koolmann. „Gerade für das Team des BBB ist die Wanderung ein Kraftakt, doch jedes Jahr nehmen sie diesen in Kauf und ermöglichen den Klient:innen ein unglaublich schönes und wichtiges Erlebnis“, ergänzt Louisa Alius.

Am Ende bleibt eine Woche voller Begegnungen, Gemeinschaft, Bewegung und unvergesslicher Erlebnisse. Für alle Beteiligten war die Pilgerwanderung mehr als nur eine sportliche Leistung – sie war eine Erfahrung, die in Erinnerung bleiben wird.

Über den Berufsbildungsbereich der Weckelweiler Gemeinschaften: Aufgabe des Berufsbildungsbereichs (BBB) der Weckelweiler Gemeinschaften ist es, unterschiedlichste Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg ins Berufsleben zu begleiten. Der BBB mit seinem Eingangsverfahren gibt innerhalb von zwei Jahren gezielte Hilfestellung beim Eintritt und Übergang in das Berufsleben. Durch ein ganzheitliches Bildungskonzept wird die persönliche Entwicklung der Teilnehmer:innen gefördert sowie ihre beruflichen und lebenspraktischen Fähigkeiten entwickelt. Aufgabe des BBB ist es, die meist jungen Menschen mit Behinderung auf geeignete Tätigkeiten im Arbeitsbereich der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) oder auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten.