Interne Anlehre: Drei erfolgreiche Abschlüsse gefeiert

Bei einer fröhlichen Feier in der Kulturscheune wurden die drei Absolvent:innen am Dienstag, 6. Oktober 2026 von ihren Kolleg:innen und Begleiter:innen gewürdigt. Ihre Gesellenstücke zeigten, was sie in den vergangenen Jahren gelernt und erreicht haben. Alle Mitarbeitenden und Werkstattbeschäftigten der Textil Manufaktur und der Kupferwerkstatt waren dabei. Auch Louisa Alius als Werkstattleiterin, Petra Bittinger für den Vorstand und Mitarbeitende des Sozialdienstes nahmen an der Feier teil.
Für einen würdigen Rahmen sorgten die beiden Werkstattgruppenleitungen. Gemeinsam eröffneten und beendeten sie die den offiziellen Teil der Feier mit Musik. Wiebke Rohloff spielte Cello, Armin Rager Klarinette.
Drei beziehungsweise zwei Jahre Herausforderung gestemmt
Bei der internen beruflichen Weiterbildung können Werkstattbeschäftigte ihre Fähigkeiten in ihrem eigenen Gewerk weiterentwickeln. Dafür braucht es Durchhaltevermögen. Die Teilnehmenden müssen mit Fehlern umgehen können und eine hohe Frustrationstoleranz haben. Auch Teamfähigkeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sind wichtig.
Was die drei handwerklich gelernt haben, war bei der Feier zu sehen. Auf einem Tisch waren ihre Gesellenstücke und ihre Arbeitsordner mit den Lehrinhalten ausgestellt.
Stephanie Hunter und Samuel Ottmar hatten jeweils ein Geschirrtuch angefertigt. Stephanie Hunter hatte sich ein „Grubentuch“ im Schachbrettmuster mit einer Zwei-Partien-Köperbindung, ausgesucht. Samuel Ottmar arbeitete mit einem Waffelpique in verschieden Farbvarianten. Beide hatten sich auch über die Farbgestaltung ihrer Tücher Gedanken gemacht.
Besonders eindrücklich waren die Arbeiten von Tobias Wallis präsentiert, dessen Anlehre „nur“ zwei Jahre dauerte. Er fertigte zur Übung vor der Prüfung in den letzten Monaten seiner Lehrzeit eine Serie von Stifteschalen aus Kupfer an. Die Arbeiten zeigten, wie sich seine Fähigkeiten weiterentwickelt und immer weiter verbessert hatten. Werkstattgruppenleiter Armin Rager sagte daher über das Gesellenstück, es sei „wirklich gut gelungen und so, wie sie sein muss“. Auch der Weg von Tobias Wallis war besonders. Erst ein Jahr vor Beginn seiner Anlehre wechselte er von der Kreativwerkstatt in die Kupferwerkstatt.
Eine Anlehre mit langer Tradition
Die Anlehre gibt es in den Weckelweiler Gemeinschaften schon seit fast 40 Jahren. In den vergangenen Jahren wurde diese Möglichkeit zur Weiterbildung allerdings nur wenig genutzt. Inzwischen hat die Anlehre eine neue Qualität bekommen. Wiebke Rohloff, Leiterin der Textil Manufaktur, entwickelte zum Beispiel einen richtigen Lehrplan. Anhand dessen die Inhalte der Weiterbildung klar und strukturiert vermittelt werden konnten.
Lob für die drei Absolvent:innen
Für Stephanie Hunter und Samuel Ottmar sowie Tobias Wallis gab es an diesem Tag viel Lob und herzliche Glückwünsche. Ihre Arbeiten zeigten, was sie während ihrer Anlehren gelernt und geschafft haben. Und vielleicht sind sie mit ihrem Einsatz auch ein Vorbild für ihre Kolleg:innen, denn ihr Beispiel zeigt, dass es sich lohnt, dranzubleiben, Neues zu lernen und sich weiterzuentwickeln.
Foto von links: Stephanie Hunter, Wiebke Rohloff, Samuel Ottmar, Tobias Wallis und Armin Rager.