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Neuer Bus macht erfolgreiche Zusammenarbeit sichtbar: HAKRO und Weckelweiler bekräftigen Ausbau der Außenarbeitsgruppe

Mit der Übergabe eines neu gestalteten Busses haben die Weckelweiler Gemeinschaften und die HAKRO GmbH ihre langjährige Zusammenarbeit gefeiert. Gleichzeitig unterstreicht das Fahrzeug den bereits erfolgreich umgesetzten Ausbau der Außenarbeitsgruppe, die seit einigen Wochen in neuer Größe arbeitet und sich im Unternehmensalltag bestens bewährt.

Mit kühlen Getränken und einem Glas alkoholfreiem Sekt wurde im Logistikzentrum der HAKRO GmbH in Schrozberg auf den neu gestalteten Bus der Weckelweiler Gemeinschaften angestoßen. Künftig bringt das Fahrzeug die Beschäftigten der Weckelweiler Außenarbeitsgruppe sicher und komfortabel zu ihrem Arbeitsplatz. Die feierliche Übergabe war zugleich ein sichtbares Zeichen für eine Kooperation, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen ist und mit dem vor einigen Wochen erfolgten Ausbau der Außenarbeitsgruppe eine neue Dimension erreicht hat.

Der Bus trägt das Motto „Hält zusammen“. Sein Design wurde gemeinsam von HAKRO und den Weckelweiler Gemeinschaften entwickelt. Auch die Farbgestaltung verbindet beide Partner: Die Lackierung greift sowohl die Unternehmensfarben von HAKRO als auch die Hausfarben der Weckelweiler Gemeinschaften auf. Das Logo mit mehreren ineinandergreifenden Händen steht für Zusammenhalt, Vielfalt und gegenseitige Unterstützung – Werte, die die Zusammenarbeit seit Jahren prägen.

Dass HAKRO Inklusion nicht nur propagiert, sondern lebt, zeigte sich auch bei der Übergabe. Geschäftsführerin Carmen Kroll nahm sich Zeit für die Feier und kennt viele der Werkstattbeschäftigten persönlich. Zudem übernahm das Unternehmen die Gestaltung des neuen Busses. „Der Bus ist weit mehr als nur ein Transportmittel. Er verbindet Menschen, schafft Möglichkeiten und steht für die gemeinsame Teilhabe am Arbeitsleben“, betonten Carmen Kroll und Prof. Dr. Steffen Koolmann.

Die Feier markierte zugleich den vorläufigen Abschluss eines Ausbaus der Außenarbeitsgruppe. Seit einigen Wochen arbeiten werktäglich bis zu zwölf Beschäftigte der Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Weckelweiler Gemeinschaften im Logistikzentrum. Neben festen Teammitgliedern haben Werkstattbeschäftigte der Weckelweiler Gemeinschaften die Möglichkeit, an einzelnen Tagen das Außenarbeitsteam zu verstärken oder auch Praktika dort zu absolvieren. Das Team setzt sich also immer wieder neu zusammen. Die ersten Erfahrungen bestätigen den gemeinsamen Weg: Das flexible Modell hat sich im Arbeitsalltag bewährt und eröffnet noch mehr Menschen die Möglichkeit, Erfahrungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu sammeln.

Prof. Dr. Steffen Koolmann dankte HAKRO ausdrücklich für die langjährige Unterstützung, die Beteiligung an der Anschaffung des neuen Busses und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zugleich formulierte er seine Vision für die Zukunft: „So könnte ein Zukunftsszenario aussehen: Eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung als Teil eines Unternehmens und nicht nur als isoliertes Sozialunternehmen.“

Bereits seit September 2017 besteht die Außenarbeitsgruppe bei HAKRO. Vorausgegangen war 2016 ein Pilotprojekt mit zwei Außenarbeitsplätzen. Heute übernehmen die Beschäftigten vielfältige Aufgaben – vom Be- und Entladen von Lkw über die Regalpflege, Montage- und Sortierarbeiten bis hin zur Mitarbeit im Betriebsrestaurant, der Grünpflege oder im Hausmeisterbereich und vieles mehr. 

Für Weckelweiler-Werkstattleiterin Louisa Alius zeigt das Modell, wie Inklusion gelingen kann. „Wirkliche Inklusion wird durch das Modell für viele möglich – nicht nur für die leistungsstärksten Beschäftigten. HAKRO stellt sich auf unsere Werkstattbeschäftigten ein und eröffnet echte Chancen.“ Kein Wunder also, dass sich die Werkstattbeschäftigten der Weckelweiler Gemeinschaften wohlfühlen in Schrozberg und ihren Aufgaben dort gerne nachkommen.

Info: Was ist ein Außenarbeitsplatz?

Ein Außenarbeitsplatz ist ein Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung direkt in einem Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes, während das Beschäftigungsverhältnis mit der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) bestehen bleibt. Die Beschäftigten sind weiterhin über die WfbM versichert und werden fachlich begleitet, sammeln jedoch praktische Erfahrungen im regulären Arbeitsumfeld. Ziel ist es, Inklusion konkret zu leben und langfristig Perspektiven für eine mögliche Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu eröffnen.