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Zwei Fliegen mit einer Klappe: Neues Spielfeld am Forellenhof verbindet Engagement und Begegnung

Mit vereinten Kräften der Garten- und Landschaftsbauwerkstatt der Weckelweiler Gemeinschaften und der Jugendfeuerwehr Gerabronn ist am Forellenhof ein neues Basketball- und Fußballspielfeld entstanden. Das gemeinsame Projekt brachte nicht nur ein modernes Bewegungsangebot hervor, sondern förderte zugleich den Austausch zwischen den Beteiligten.

Gerabronn-Bügenstegen – Die Garten- und Landschaftsbauwerkstatt der Weckelweiler Gemeinschaften setzte das Projekt mit tatkräftiger ehrenamtlicher Unterstützung um. Anlass war die notwendige Veränderung vor Ort: Das in die Jahre gekommene Schwimmbecken am Forellenhof konnte aus finanziellen Gründen nicht mehr saniert werden. In enger Abstimmung mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, deren Angehörigen sowie den Mitarbeitenden fiel daher die Entscheidung, das Schwimmbad durch ein modernes Soccerfeld zu ersetzen.

Schnell wurde deutlich, dass für den Aufbau zusätzliche Hilfe sinnvoll wäre. Die Anfrage an die Jugendfeuerwehr Gerabronn wurde prompt positiv beantwortet. Unter der Leitung von Rene Voit, Leiter der Jugendfeuerwehr, erklärten sich Laura Scholz und Laura Hofmann als Betreuerinnen sowie die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, Mara und Nico Schmitt, Luca Güttler, Felix Balmer bereit, mit anzupacken.

Am Dienstagmorgen um 8.30 Uhr fiel schließlich der Startschuss. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden gemischte Teams gebildet: Werkstattbeschäftigte und Auszubildende aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau arbeiteten Hand in Hand mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Gemeinsam begannen sie, rutschfeste und stoßdämpfende Kunststofffliesen zu verlegen. Trotz wechselhaften Wetters ließen sich die Helferinnen und Helfer nicht ausbremsen – im Gegenteil: Mit jeder Stunde wuchs die Routine, und die Arbeit ging zunehmend leichter von der Hand.

Auch körperlich anspruchsvolle Aufgaben wie das Abladen und Montieren der schweren Tor- und Umrandungselemente wurden gemeinschaftlich gemeistert. Selbst die jüngsten Beteiligten zeigten dabei über Stunden hinweg großen Einsatz und Konzentration. Am Ende des Tages stand das Spielfeld nahezu vollständig – lediglich die Ballfangnetze fehlten noch. Parallel wurde zudem ein Rudergerät als Fitnessangebot aufgestellt und der Untergrund mit Hackschnitzeln stoßdämpfend gestaltet.

Der Erfolg dieses Tages zeigte sich jedoch nicht nur im Baufortschritt. Mit jeder Stunde wuchsen auch der Austausch und das Miteinander. Beim gemeinsamen Kuchenessen am Nachmittag wurde deutlich: Hier sind neue Kontakte entstanden und gegenseitiges Verständnis gewachsen. „Wenn ihr uns wieder braucht, ruft einfach an“, resümierte Rene Voit am Ende des Tages.

Dass ein solches Engagement keine Selbstverständlichkeit ist, betonte auch Alexander Bach, der den „Social Day“ organisiert hatte und bei den Weckelweiler Gemeinschaften für die Immobilienverwaltung zuständig ist. „Es verdient große Anerkennung, dass junge Menschen ihre Freizeit für ehrenamtliche Arbeit einsetzen“, meinte auch Prof. Dr. Steffen Koolmann, Vorstandsvorsitzender der Weckelweiler Gemeinschaften, als er in seiner Mittagspause bei der Gruppe vorbeischaute, um sie zu begrüßen.

Im Namen der Angehörigen der Bewohnerinnen und Bewohner des Forellenhofs bedankten sich Christa und Thomas Fischer herzlich bei allen Beteiligten. Sie hoben hervor, wie wichtig ansprechend gestaltete Außenanlagen für den Wohnort Forellenhof sind, die Bewegung und Aktivität ermöglichen. Das Ehepaar Fischer selbst war den gesamten Tag über im Einsatz und trug außerdem – ebenso wie weitere Angehörige – mit selbstgebackenem Kuchen zum gelungenen Abschluss bei.

So wurde aus einem Bauprojekt weit mehr als nur ein neues Spielfeld: ein Tag voller Einsatz, Begegnung und Gemeinschaft.